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Die Rübenkrankheit Rhizoctonia wird hervorgerufen durch den im Boden befindlichen Pilz Rhizoctonia solani.

Bei der Zuckerrübe äußert sich diese Krankheit anhand einer dunkelbraunen Fäule, welche die gesamte Rübe beginnend von der Wurzel bis zum Blattansatz durchzieht.

Ausbreitung

Auf dem Acker wird die Ausbreitung dieses Pilzes begünstigt durch vorhandene Wirtspflanzen, üppige Regenfälle und hohe Temperatur im Frühjahr und Sommer. Ungünstige Bodenstruktur fördert ebenfalls seine Ausbreitung.

Diejenige Species von Rhizoctonia, die bei der Zuckerrübe diese Fäule hervorruft, verfügt über eine recht große Bandbreite an Wirtspflanzen: sie kann andere Kulturen (Mais, Gemüsesorten, usw.), Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) und einige Beipflanzen befallen. Die am stärksten von der Krankheit gefährdeten Gebiete sind diejenigen, in denen Mais angebaut wird.

Symptome

Die Krankheit tritt im Sommer oder Frühherbst auf und äußert sich durch kleine Wurzelflecken, die allmählich größer werden. Blattwelke setzt ein und nimmt so lange zu, bis die Blätter absterben, doch sie verbleiben an der Pflanze und bilden oben am Wurzelansatz ein braunes Büschel, aus dessen Mitte neue Blätter sprießen. Braune oder schwarze Trockenfäule läßt sich an der Oberfläche und/oder im Inneren der Wurzel und des Blattansatzes feststellen.

In vielen Gegenden der Erde und sämtlichen Arten von Böden begegnet uns diese Krankheit. In Europa ist das Vorkommen des Pilzes auf bestimmte Gebiete des Zuckerrübenanbaus charakteristisch. Stark vom Pilz durchsetzte Anbauflächen erleiden großen wirtschaftlichen Verlust durch Minderertrag, Verringerung des Zuckergehaltes und daher bedingt einer Ausweitung der Anbaufläche, schlechtere Saft-reinheit und -qualität für die Raffinerie sowie eingeschränkte Lagerfähigkeit.

Kontrolle

In Europa ist derzeit kein Fungizid zugelassen, welches die Rhizoctonia-Rübenfäule wirksam bekämpft. Sofern mit einem starken Befall im folgenden Anbaujahr zu rechnen ist, ist den Anbauern die Anwendung nachfolgend genannter Maßnahmen zu empfehlen:

1. Geeignete ackerbauliche Maßnahmen sind:

  • Erweiterung der Fruchtfolge – im Idealfall sollten drei bis fünf Jahre zwischen dem Zuckerrübenanbau auf ein- und demselben Feld vergehen
  • Ein Anbau von Wirtspflanzen für den Pilz sollte innerhalb der Fruchtfolge tunlichst vermieden werden. Sorgfältiges Unkrautmanagement wird empfohlen.
  • Für gute Bodenstruktur sorgen, keine Bodenverdichtung!
  • Befallene kranke Rüben möglichst nicht in Mieten einlagern

2. Einsatz einer Zuckerrübensorte mit Zweifach-Toleranzen gegenüber Rhizomania und Rhizoctonia-Rübenfäule

SESVanderHave ist derzeit Marktführer bei den zweifach toleranten Sorten gegenüber Rhizomania und Rhizoctonia-Rübenfäule. Die von SESVanderHave zur Zeit in Frankreich, Belgien und den Niederlanden vertriebenen doppeltoleranten Sorten vereinigen einen sehr hohen Grad an Krankheitsresistenz gegen diese Krankheiten mit außerordentlich guten Leistungsmerkmalen wie finanziellem Gewinn, guter Rübenausbeute und hohem Zuckergehalt.

Technisches Datenblatt

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